kunstrasen 2007.
Fußballsachverstand
in Düsseldorf.

Fußballsachverstand Potsdam schafft das Wunder von Düsseldorf/Ecke Fortuna Stadion
Glorreicher dritter Platz beim »Kunstrasen, die 17. Deutsche Fußballweltmeisterschaft
der Kunst-, Design- und Filmhochschulen vom 3.–5. August 2007 in Düsseldorf«

Mit einem 0:1 im Halbfinale gegen den späteren Meister Kompressor Tizian aus Düsseldorf
gelang dem 1. Spvgg Fußballsachverstand Potsdam ein glorreicher dritter Platz beim Kunstrasen,
dem jährlich stattfindenden Turnier der Kunst-, Design- und Filmhochschulen. Die Düsseldorfer
Dekompressoren hatten gerufen, zurück zu den Vätern des Turniers zu kommen unter dem Motto
»Een Stück Kernseife und n Kasten Wasser.« Gesagt, getan, und in Zukunft wissen auch Kalle und
Stelze, dass man Kernseife nicht essen kann, aber das ist eine andere Geschichte.



Frida prüft die Rasenqualität.

Auf Grund des hohen Krankenstandes sowie diversen Auslandsverpflichtungen der
bekannten Fußballgötter aus dem FH-Stall konnte der Fußballsachverstand mit nur
sechs Spielern am Freitag in Düsseldorf anreisen. Telefonisch im Mannschaftsbus gut
organisiert, war der CEO des Teams, »Ische«, bereits vor der Auslosung auf dem
Transfermarkt tätig und hatte so bereits auf der Autobahn den Mittelfeldtopmann »Hölle«
sowie den Ausnahmestürmer aus Portugal, »Baerenho« verpflichtet – beide reisten aus
Halle zwecks Höhentraining mit dem Fahrrad an. Kaum neben dem Fortuna Stadion auf
dem grünen Rasen angelangt, wurden weitere Gespräche mit Spielermanagern geführt –
erfolgreich. Fusioniert zur HaPo Todesstreifen begaben sich die Spieler entspannt zur
Auslosung. Der Stadionsprecher »Matthäus« ließ es sich nicht nehmen, Ische auf dem
Herrenklo Bestechungsangebote zu unterbreiten – erfolglos, wie sich jeder denken kann,
fortan wurde er mit Ignoranz bestraft. So kam der Fußballsachverstand aka HaPo Todes-
streifen letztendlich doch in die Gruppe B und nach einer Stärkung am rheinischen Grill-
feuer wurde sich früh zu Bett begeben, um am nächsten Morgen spielbereit zu sein.
Dank San Marcos beherztem Griff in die Hundescheiße war Ische auch wieder in Besitz
ihres Mobiltelefons, das ihr bei Verhandlungen am grünen Tisch abhanden gekommen war.

Der Samstag morgen begann früh mit einem grandiosen und dank früh aufstehender
Eltern pünktlichen Biofrühstück, Kutte war zwar der letzte am Kaffeespender, aber wie
sich herausstellen sollte, immer der erste am Ball. Peitsche kam gutgelaunt mit der frohen
Botschaft, den flotten Dottore für das Team eingekauft zu haben. Auch Zelle war am Start
mit meditativem Karma und nachdem Kalle und Stelze genug gegessen hatten, konnte
das Aufwärmtraining beginnen. In der Zwischenzeit hatte der Trikotwart Hölle für den
sportlichen Dress gesorgt:



HaPo Todestreifen

Der rote Todesstreifen auf weißem Stickshirt in Taillenhöhe aufgesprüht, schwarze Hosen,
rote Stutzen und das erste Spiel gegen Hansawelle Bremen konnte angepfiffen werden –
0:0 hieß es am Ende, man wollte einfach nicht so recht ins Spiel kommen. Nicht ohne Braun-
schweiger Unterstützung vor allem durch San Marco im Tor ging es weiter gegen die
Frankfurter Würstchentruppe. HaPo führte mit 1:0, da kam es zu einer heiklen Situation vor
dem Tor der Spielergemeinschaft. Freistoß für die Frankfurter, die Mauer war noch nicht
wieder hochgezogen, wer kann es den Ossis verdenken, da hatte der Düsseldorfer Parteiische
schon angepfiffen und der Ball flog: Kutte konnte ihn im Tor stehend nur noch mit den Finger-
spitzen abwehren – ganz klar ein zu früher Anpfiff, erregte Diskussionen folgten. Doch der
Wessi-Schiri kannte keine Gnade und gab einen Elfmeter, der unverdienterweise zum Unent-
schieden führte und San Marco die Finger brach – somit war der Transfermarkt wieder geöffnet,
um einen neuen Torwart zu casten.



Isches typischer Transferblick

Das nächste Spiel war gegen den Vorjahressieger Prager Frühling Stuttgart angesetzt, die
Ludwigsburger sicherten freundschaftlich ihren Torwart zu, der jedoch vorher im Dienste
der Stuttgarter stand, eine verfahrene Situation. Ische ließ sich nicht lumpen und konnte mittels
geschickter Verhandlungen (genaue Summe unbekannt) die Frühlingsrecken überzeugen,
mit eigenem Torwart ins Spiel zu ziehen, dafür liefen die HaPo Osthelden mit Gasttrikots in
neongelb auf. Verstärkt durch die Ludwigsburger Killerwade, Philippowicz und Manuelo sowie
Günther Netzer, ein Einkauf aus dem Düsseldorfer Lager, der später angeschossen wurde
und am Sonntag dann mit blauem Arm auflief, wurden die friedlichen Ostkicker von den Panzern
in der ersten Halbzeit gnadenlos überrollt. Unklarheiten im Mittelfeld und enorme Hitze konnten
den angereisten Fanblock dennoch nicht abhalten, trotz 0:4 Rückstand anzufeuern, so dass es
am Ende immerhin 1:5 stand und das Überleben in der Gruppe B plötzlich unwahrscheinlich
anmutete. Da mußte schleunigst eine Taktikänderung her, denn das letzte und entscheidende
Spiel sollte gegen die gefürchteten Altstars aus Köln gehen, Sieger in Potsdam 2002.



Ische erklärt die Schottische Furche.

Verstärkt durch die Freunde aus Braunschweig ging es dann auf Kunstrasen weiter.
Mit dem geliehenen Stuttgarter Tormann wie ein Berg im Kasten, sollte das Wunder von
Düsseldorf vollbracht werden, nur ein Sieg konnte hier helfen. Und siehe da: Batigol und
Käse, das ungeschlagene Kölner Sturmduo, hatte keine Chance, das 1:0 für Potsdam fiel
und blieb bis zum Schluß wie in Beton gegossen stehen. Dank Dribbelkünsten von Zelle,
unserem Ausnahmelibero Peitsche, Ische dazu: »besser Libero als ne hängende Spitze«,
und dem unschlagbaren Stürmer Baerenho sowie dem flinken Mann für alles, Kutte, den
Ausputzern Hölle, Kalle und Stelze sowie der juristischen Verstärkung aus Duisburg,
Stefanho, machte das Team das Unmögliche möglich. Völlig verausgabt, aber gänzlich
glücklich über den dritten Gruppenplatz in der Todesgruppe B wankten die Ostrecken vom
Platz, zusammen mit den zur Hilfe geeilten Braunschweiger Freunden, um im angrenzenden
Freibad die Muskeln zu lockern. Nachdem Massen an Essen für Kalle und Stelze beim
lokalen Fleischer geordert waren, konnte der Abend bei Altbier gemütlich ausklingen. Doch
groß das Ach und Weh, als sich herauskristallisierte, dass es im sonntägigen Viertelfinalsspiel
gegen die Rote Arme Fußball Braunschweig gehen sollte, den Freunden und Unterstützern,
die man sich nie als Gegner hatte ausmalen wollen. Ische tat alles, um die Spieler dennoch
bei Laune zu halten und marschierte noch nachts von Zelt zu Zelt für beruhigende Worte,
Gute-Nacht-Geschichten sowie Wadenmassagen, um morgens frisch und sehr fröhlich aufzu-
wachen, dem so wichtigen Finaltag in Westdeutschland.



HaPo Todesstreifen mit Neueinkäufen aus Westdeutschland.

Die mit dem letzten Spiel durch Potsdam aus dem Turnier gekickten Kölner hatten sich bereit erklärt,
die Ostachse in den Finalspielen zu unterstützen. Die Roten Braunschweiger gaben
sich ausgeschlafen, hatten aber dann gegen den Sturm mit Sachverstand keine Chance (bitte
gebt doch noch mal eure Kontonummer durch, Jungs): Mit 3:1 wurden die niedersächsischen
Freunde besiegt, die HaPos waren aufgewacht und ungestört durch die Düsseldorfer Discoboys
konnten sie ins Halbfinale einziehen. Dort wartete bereits der Ausrichter und Platzherr des Turniers,
Kompressor Tizian, auf das Ost-West-Duell, voller Respekt auch vor der vermeintlichen links-
rheinischen Übermacht. Jedoch passierte was passieren muss: der spätere Torschützenkönig
(mit 4 Treffern) http://www.bolzenonline.de/bolzen/news/1186649907 der HaPo Todesstreifen,
Baerenho, mußte mit Zerrung im Oberschenkel vom Platz humpeln, und ZsaZsa konnte nur noch
dem Ball hinterherschauen, der plötzlich über die Ost-Torlinie kullerte. 1:0 für Düsseldorf, und gegen
den klassisch gespielten Kick der Ü40 mußte sich selbst der Todesstreifen dann geschlagen geben.

Die Metzger aus Biel waren moralisch geschwächt, und verzichteten auf eine Niederlage im Elfmeter-
schießen, so dass am Ende die Mitteldeutsche Achse Ostwestbeziehungen pflegend auf dem Sieger-
treppchen stand: Der dritte Platz ist die höchste Platzierung des 1. Spvgg Fußballsachverstand Potsdam
aka HaPo Todesstreifen seit der ersten Teilnahme in 2001.

Obwohl Ische mit diesem Turnier ihren Rücktritt angekündigt hatte, konnte sie durch die Sekt und Selters
Party im Mannschaftswhirlpool mehr als überzeugt werden, im nächsten Jahr in Bremen wieder auf
dem Platz zu stehen, um den Cup dann endlich nach Hause zu holen. Nach kurzer Sommerpause wird
das Training wieder aufgenommen. Danke an alle Mannschaften, es war wie immer ein Fußballfest
mit euch, und lieber Ausrichter 2008 Bremen, wir freuen uns.

Kontakt für Transfers u.ä.:
Inga J. Weihe aka Ische
 > www.produktgesellschaft.de 

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