Zu vorgerückter Stunde treffen die Mannschaften aus ganz D und CH nach teilweise
nervenaufreibenden Fahrten durch deutsches Stauland in Düsseldorf und am Vereinsgelände
des SC Flingern ein, wo schon reichlich minimalistisch dosierte Kaltgetränke konsumiert
wurden, die Heiterkeit entsprechend und die Spannung von Minute zu Minute wächst.
Die Gruppenauslosung des Turnier steht bevor. Geleitet wird die Veranstaltung vom
Erzbischof von Düsseldorf, der sich allerdings verkleidet hat. Ha ha.

Der Erzbischof ermahnt zur Stille und zu Respekt vor der Zeremonie, es ginge schließlich
um etwas Heiliges, etwas Schicksalträchtiges, etwas, das das Leben einzelner und ganzer
Mannschaften, ja ganzer Regionen, Länder und der Welt für immer ändern könne:
Die Erklärung des Spielmodus und die anschließende Gruppenauslosung.

Mittels eines durch Schoner und Bein fahrenden Freistossgebets gelingt es dem Erzbischof
schließlich, die ganze Aufmerksamkeit der Ballakrobaten für sich zu gewinnen.
Gebannte Stille. Offene Münder. Große Augen. Welchen Weg werden uns die beiden
Glücksfeen bescheren?

Gruppen? Gegner? Egal. Man nimmt, was kommt. Dieser pragmatische Sportskamerad
z.B. scheint mit seinen Gedanken schon in ganz anderen Sphären zu wandeln.
"Wo wohl die besten Dribblingwege über den Rasen sind? Gleich mal nachsehen ..."

"... ja, hier ist gut. Auf den Gegenspieler zulaufen. Täuschung rechts. Tunnel. Links vorbei.
5 m noch. Flanke aus dem Halbfeld rüber zu ... Mann ist das dunkel. Verdammt.
Kopfballungeheuer, wo bist du?
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